Ferienaktivitäten & die ersten Schultage

Soo, Hello again! 🙂 Ich dachte mir, ich berichte euch nochmal, was ich so in den letzten Ferientagen gemacht habe und wie die ersten Schultage waren.

Wie einige vielleicht wissen, hatte ich 2 Wochen Ferien bei meiner Gastfamilie bis zum Schulanfang. Und wir haben eine Menge unternommen: ich denke ich liste hier einfach mal die Highlights auf: Ich war schon mehrere Male im Kino hier, was eigentlich ziemilch cool war, allerdings konnte ich nur die Kinderfilme verstehen, die wir gesehen haben – und nicht Batman :D. Was zu den Kinos hier zu sagen ist, dass sie natürlich groß sind (wie alles hier), Popcorn gesalzen ist und nicht süß und es eisekalt innnen drin ist (wir hatten hier in Phoenix in den letzten Tagen zwar bis zu 46°C, allerdins sind alle Gebäude von innen mit Klima-Anlagen ausgestattet, sodass ich ernsthaft gefroren habe und jetzt immer Socken mit ins Kino nehme, damit meine Zehen nicht absterben :D). Ein anderes Highlight war Wandern. Ich hätte niemals gedacht, dass ich das mal sagen werden, aber es ist wahr: ich lebe hier zwar in einer Großstadt, allerdings zwischen den ganzen Wohnsiedlungen sind ab und zu ein paar „kleine Hügel“ auf denen man gut spazieren kann und der Ausblick auf die Stadt/Wüste und die Wüste selbst ist wunderschön. Am liebsten mag ich die Kakteen, die hier an jeder Ecke herumstehen :D. Bis jetzt sind wir nur 2 mal Wandern gegangen, d.h. eher spazieren, weil eine Wanderung nur 1 bis 1 1/2 Stunden dauert. Länger wäre auch gar nicht möglich in dieser Hitze.Außerdem waren wir in einem Wasserpark hier in der Nähe, und ernsthaft: es hat soo viel Spaß gemacht. Es gab dort lauter Rutschen und Swimmingpools und einen Wavepool und und und.. Die Rutschen sind so groß und „relativ“ schnell – Oh mein Gott, das muss auf jeden Fall wiederholt werden.

   Das beste allerdings war, als wir ins Stadion von Phoenix gefahren sind und uns ein Baseballspiel von der Mannschaft von Phoenix gegen Washington D.C. angeguckt haben. Ich mein, das Spiel an sich war jetzt nich soo spannend, weil Baseball erstens ein langweiliger Sport ist, also da passiert nicht soo viel, und zweitens, weil wir verloren haben. Aber ich fands trotzdem meega geil, weil die Stimmung und die Atmosphäre einfach nur total amerikanisch war und ich einfach überwältigt davon war.

Vor dem ersten Schultag haben wir aber noch andere Dinge unternommen, wie zum Beispiel bowlen, shoppen und wir waren in einem Musikmuseum und und und…

Dann kam leider schon der erste Schultag immer näher und ihr könnt euch nicht vorstellen wie nervös und aufgeregt ich war. Montag morgen musste ich also früh aufstehen, hab mein Mittagessen vorbereitet und mental so gut es ging auf den bevorstehenden Tag eingestellt. Vor der Schule an sich hatte ich nicht so viel Angst, weil mir schon fast klar war, dass die Lehrer total locker und gut drauf sind und, dass es mit der Sprache nicht soo schwierig werden würde. Das schlimmste war einfach nur die Vorstellung, dass die Leute da nicht nett und offen sind. Aber naja, da musste ich nun also durch und habs auch einigermaßen gut überstanden. Die Lehrer waren zum größten Teil recht nett und ich habe auch vieles verstehen können. Allerdings war ich echt ein bisschen überrascht von den Schülern. Da laufen soo viele Freaks rum und ich dachte nur: Mhmm das wird schwierig. Aber mitterweile hab ich mir schon so ein paar Nette herausgesucht mit denen ich mich gut verstehe und unterhalten kann. Jetzt sind also schon 2 Wochen Schule vorbei und so langsam kommt Routine rein. Und ich kann euch sagen: Schule an sich ist echt nicht schwer in Amerika (ich mein, ich hab manchmal Probleme die zu verstehen oder mich so auszudrücken, wie ich es in deutsch formulieren würde, aber WAS  die machen ist echt nicht schwer). Ich habe Schule von 7.40 Uhr bis 14.10 Uhr, also nicht so lange. Allerdings habe ich mich dazu entschieden eine Sportart zu machen, damit ich nicht ganz so viel hier zunehme 😀 Im Herbst wird an der Schule unter anderem Schwimmen angeboten und natürlich habe mich dafür entschieden. Die ersten 2 Wochen bin ich also zu den Tryouts vom Schwimmen gegangen, was soviel heißt, dass die Trainer gucken, was und wie gut wir schon was können. Außerdem haben die unsere Zeiten auf verschiedenen Strecken und Lagen genommen. Dieses Jahr waren zum ersten Mal mehr Jungs im Schwimmteam und sogar zu viele, sodass die Trainer ein paar aussortieren mussten. Ich habe es allerdings nun zum Glück ins Team geschafft – YEEES! Ich hab mich sehr gefreut, zum einen, weil die Leute im Team super nett sind und die Trainer einen recht guten Eindruck machen, und zum anderen, weil ich jetzt jeden Tag (5 mal die Woche) jeweils 2 Stunden Training habe und dann meine Zeiten hoffentlich verbessern kann und nicht so viel zunehme 😀 10 Stunden pro Woche hört sich nach viel an, und ist es auch 😀 Es macht zwar total viel Spaß aber eine Stunde pro Tag würde mir glaub ich auch reichen 😀 Denn ich komme jetzt immer erst um halb 6 das erste mal nach Hause und muss dann noch Hausaufgaben machen :(. Es ist also sehr stressig, aber immerhin hab ich was zu tun.. Mittwoch ist schon der erste Wettkampf! Ich bin mal gespannt wie das hier so laufen wird.

Letzten Freitag war das erste Home-Football Spiel von der Schulmannschaft meiner Schule. Und Football ist ein rieesen Ding hier für die Amerikaner. Es ist quasi wie so eine Tradition, dass man freitags abends zum Football geht. Und so bin also auch ich dort hingegangen. Ich kann euch nur sagen: Es war der hammer, soo amerikanisch! In der Schule bin ich in einem Kurs „Student Government“, was einigermaßen vergleichbar mit SV (Schülervertretung) in Deutschland ist. Und dieser Kurs organisiert Vieles um den american School Spirit voran zu bringen. Und so haben wir uns auch darum gekümmert, dass das Football Feld ein wenig geschmückt ist, eine Snack-bar „aufgebaut“ und viele solche Dinge, um für Stimmung zu sorgen. Und es war wirklich gute Stimmung und coole Atmosphäre da im „Stadion“. Alles drumherum war das, was es so unverwechselbar amerikanisch macht: die Cheerleader, die Marchingband, die Schulfarben überall, … . Es war wirklich eine unvergessliche Erfahrung und wir brauchen sowas unbedingt auch in Deutschland, dass die Schule hinter der Schulmannschaft steht und anfeuert und man zusammen kämpt.. (versteht man was ich versuchen will zu sagen?)

Heute bin ich das erste mal zur Kirche gegangen bzw. zu dem Ort, wo die Kirche ist. Meine Gastfamilie ist nicht wirklich religiös, also gehen die auch nicht zur Kirche, aber ich hab von so vielen Austauschschülern gehört, dass Kirche hier total anders ist und richtig Spaß macht, sodass ich das zumindest mal ausprobieren wollte. Und es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung mal dahin zu gehen. Es ist wirklich komplett anders! Also, ich war zwar heute nicht in einem Gottesdienst, sondern eher bei so einem Jugendtreff, wo eine Band gespielt hat und ich eher das Gefühl hatte auf einer Party zu sein, als in einer Kirche. Danach haben wir einen kurzen Film gesehen über biblische Ereignisse, was überhaupt nicht langweilig wir. Anschließen sind wir in kleine Gruppen gegangen und haben über Gott und die Welt geredet 😀 😀 haha – nein, also nichts wirklich Religöses, sondern über alles, was uns einfiel. Und die Leute dort sind super, super nett. Ich glaube, ich werde in Zukunft mal öfter dort hingehen, weil es echt Spaß gemacht hat und eine gute Möglichkeit ist, nette Leute in meinem Alter kennenzulernen.

So das wars erstmal aus den letzten Wochen. Ich weiß, ich hab mich hier lange nicht gemeldet und es tut mir wirklich leid. Aber ich bin im Moment wirklich beschäftigt und hab nicht immer so viel Zeit um zu schreiben. Ich versuche aber mit dem nächsten Eintrag nicht so lange zu warten 🙂 Liebe Grüße 😉

3 Gedanken zu „Ferienaktivitäten & die ersten Schultage

  1. Hey René, Danke für die neuen Infos, ist mal wieder super spannend Deinen Bericht zu lesen. Man kann sich ziemlich gut in Deine neue Welt hineinversetzen. Ich freue mich schon auf den nächsten Eintrag. VLG Dad

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